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lo spazio nei tempi della luce - triennale di milano
Ort:triennale di milano
Projekt:michele de lucchi
Käufer:fondazione la triennale
Beleuchtungsprojekt:mario nanni
Meister:alessandro pedron - studio plt
Der Mailänder Kunstpalast wurde 1931 nach einem Projekt des Architekten Giovanni Muzio erbaut, ein imposantes Gebäude mit einer großen, halbkreisförmigen Apsis, eine Art industrielle Basilika. Da der Palast nicht nur den Sitz der Triennale beherbergt, sondern auch als Austragungsort diverser Kunst- und Kulturveranstaltungen gedacht ist, wurde bei der Planung auf innovative strukturelle Lösungen geachtet, die sich in der Folge auch bei den letzten Renovierung als funktionell erwiesen haben. Auch unter beleuchtungstechnischem Standpunkt ist der Kunstpalast ein außergewöhnliches Beispiel und der Einsatz des natürlichen Lichtes spielt eine entscheidende Rolle: Große Lichteinfälle charakterisieren die Wände der Haupttreppe und das durch die Vorhänge der Fenster an der aus Shedbalken bestehenden Decke dringende Licht ist integrierender Bestandteil der Architektur: perfekt, ausgewogen, präzise, proportioniert wie es jeder Beleuchtungskörper sein sollte. In seinen mehr als sieben Jahrzehnten Bestand ist der Palast zu einem wichtigen Bezugspunkt für das industrielle Design und die Kunst in Italien geworden und hat auch den Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg, den Studentenbesetzungen Ende der Sechziger Jahre und mehr als einem Jahrzehnt des Leerstehens getrotzt. Die 2002 begonnene Sanierung wurde dem Architekten Michele de Lucchi anvertraut, der das ursprüngliche Aussehen im Zeichen der Kontinuität wieder herstellen wollte. Das Moderniesierungsprojekt umfasste auch den Ausstellungsbereich im ersten Stock, in dem das Museum für Design eingerichtet wurde. De Lucchi hat eine Bambusholzbrücke entworfen, die die Eingangshalle mit dem Museum verbindet und als Binde- sowie trennendes Glied zwischen dem neuen Raum und dem ursprünglichen Organismus des Palastes fungiert. Die Bedeutung und die Würde des Gebäudes bleiben gewahrt, erdrücken aber in keiner Weise das Neue; ein Projekt, das ein harmonisches Miteinander ausstrahlt und so zusätzlichen Wert gewinnt, ohne invasiv zu wirken. Das beleuchtungstechnische Projekt folgt diesen Vorgaben und setzt sich auf dieselbe Weise mit dem bereits Bestehenden auseinander. Und deshalb hat Mario Nanni ein Lichtprojekt kreiert, dass in einen aktiven Dialog mit seiner Umgebung tritt, mit der Geschichte, der Architektur, den Gegenständen und den Besuchern. Das Museum ist durch die Erneuerung der Kollektion von Kunstwerken in einem ständigen Wandel begriffen. Es ist ein Tempel der Ausstellungsobjekte, ihrer Innovation und ihrer Planung.

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